Geschichte der Bauernmalerei  
     
 

Die Bauernmalerei als Kunstgattung ist so alt wie das freie Bauertum selbst, das ab dem 16. Jahrhundert Besitz erwirbt und auch den Willen zur Repräsentation von Reichtum.

Möbel waren wohl schon immer bemalt, und die Bauermalerei wurzelt in den Fassungen mittelalterlicher Hochkunst. Es wurden in unterschiedlichen Varianten verschiedene Blumen (Lilien, Rosen, Tulpen und Margeriten, später auch Mohn- und Kornblumen) oder auch Früchte, stilisierte Blattformen, Ornamente, Rocaillen, die jeweils den Stilepochen angepasst wurden, als Motive verwendet. Hinzu treten auch biblische Motive und Figuren.

Im 17. Jahrhundert werden in höfischen und reicheren bürgerlichen Kreisen Möbel mit Furnieren aus exotischeren und teureren Hölzern modern. Der Bauernstand hatte in der Regel weder den Zugang zu solchen Materialien, noch die finanziellen Mittel dieses Material zu bezahlen. Dem wurde durch Bemalung der Möbel durch die Schreiner und Tischler abgeholfen, die derartige Furniere malerisch als Holzimitationsmalerei nachahmten.

Der Stil der Bauernmalerei wird seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verstärkt auch von Hobbymalern, die nicht unbedingt ländlich geprägt sind, aufgegriffen. Die Wirtschaft bietet daher heute Malereisätze für Bauernmalerei, teilweise mit Schablonen für typische Motive an. Oft werden sie auch mit alpenländischen Landschaftsansichten verbunden.

Quelle :  Wikipedia.org